Gestalterischer Hintergrund

Was war vor 2011?

Bild 01: Alles in einer Hand
Bild 02: Metrostation
Bild 30: 146 Züri-Löwen
Bild 04: Papier-Licht-Taschen
Bild 05: Gipsfiguren
Bild 06: V-Zug
Bild 07: Eingang
Bild 08: Grotte
Bild 09: Restaurant
Bild 10: Nautilus
Bild 11: Formbau
Bild 12: Shuttle

Ausbildung, Entwicklung und Weiterbildung

Nach der evangelischen Mittelschule in Samedan, besuchte ich die Kunstgewerbeschule in Zürich. Danach kam eine vierjährige Lehre als Dekorationsgestalter, dann einige Arbeitsstellen im Angestelltenverhältnis. Die restliche Zeit war ich freischaffend und selbstständig mit meiner Firma we3 – Manufaktur für Grafik & Design in den folgenden Bereichen tätig.

Dekoration Schaufenster, Events, Fotoshooting
Innendekoration Saisonale Gestaltung
Siebdruck Papier-, Objekt- und Textildruck
Messebau Systembau- und individuelle Messestände
Ladenbau Umbau und Renovation
Schriftenmaler Folien von Hand schneiden, plotten und kleben
Objektbau Objekte für Messen, Events und Ausstellungen
Bühnenbilder Kulissen und Bühnenbilder für Theater
Innenarchitektur Aussenbeschriftungen und Kunst am Bau

Die letzten Jahre sass ich, nach unzähligen Weiterbildungen in den Bereichen Grafik, Design, Animation, Layout, 3D, Internet, etc. nur noch vor dem Computer. Das habe ich geändert und arbeite wieder etwas mehr mit den Händen. So kam es zu Shibaku …

Züri-Löwen

Als freischaffender Gestalter habe ich für das Projekt Züri-Löwen zuerst als Aushilfe in einer Polyesterfabrikation des stehenden Modells und später in der Produktion aus tiefgezogenen Styrol-Teilen ausgeholfen. Nach zwei Tagen wurde mir mitgeteilt, dass der Verantwortliche seine Arbeit beendet und an mich übergibt. Ich hatte bis dahin noch keine grosse Ahnung von der Arbeit mit Kunststoffen und musste mir in kurzer Zeit einiges an Wissen aneignen. Mein erster Schritt war, das gesamte Team durch Beat, welcher den hinteren Teil des Löwen zusammenbaute und Pierre, welcher für das Schleifen zuständig war, zu ersetzen. So haben wir fristgerecht die 144 Exemplare des Modells C erstellt.

Nach der Aktion habe ich alle Modelle für die Auktion restauriert und einige Modelle in der Form abgeändert ergänzt und umgebaut.

Grodoonia – Metro

Als Gestalter und Bauleiter habe ich das Projekt Grodoonia Metro realisiert. Das war eine Flug- und Fahrsimulationsanlage, in welcher die Besucher mit einer Metro zu einer Nautilus oder einem Space-Shuttle reisen konnten. Im weiteren gab es die Möglichkeit, in einem Orient-Express nach Wladiwostok zu reisen und dabei etwas zu essen oder zu trinken. Während der Fahrt wurde dann die vorbeifahrende Landschaft an die Fenster projeziert sowie die Geräusche und die Schüttelbewegungen der Fahrt in den Zug übertragen um eine Reise zu simulieren. Möglich wurde das Projekt durch viele Arbeitsstunden und der Bereitschaft aller Beteiligten etwas mehr zu leisten. Eine Besonderheit war der Standort der Anlage. Sie wurde in der zweiten Etage gebaut und war für die Statiker eine kleine Herausforderung.

Grodoonia - Nautilus und Spaceshuttle

Das Projekt Grodoonia – Spaceshuttle & Nautilus ist die Fortsetzung der Metro-Station. War der Besucher mit der Metro einige Minuten gefahren, so gelangte er entweder zur Nautilus oder zum Space-Shuttle. In beiden Simulationsanlagen wurden die Fahr-Objekte durch die Manipulation der Besucher bewegt. Hinzu kam jeweils eine Film-Projektion, welche auf die Monitore oder auf die Grossleinwand projiziert wurde. Diese Filme wurden mit einer Endoskop-Kamera in einem grossen Aquarium und einem Terrarium in Echtzeit aufgenommen und übertragen. Da kam es schon vor, dass ein Besucher mit seinem Joystick die Kamera so bewegte, dass ein Tier entdeckt wurde.

Future World

Als Gestalter, Projekt- und Bauleiter habe ich das Projekt Future World realisiert. Das war eine Spielhalle, welche in der alten Toni-Molkerei in Winterthur gebaut wurde. Zuerst wurden die Räumlichkeiten von dem Überresten der Milchproduktion befreit und gründlich gereinigt.

Danach wurden die Räume nach den Film-Vorlagen von Star Wars gestaltet, wobei der Hauptteil aus einer Grotte bestand. Diese Grotte wurde als grobe Holzkonstruktion in den Raum gebaut und mit Ziegel-Gitter überzogen und modelliert, so dass die technischen Einrichtungen verdeckt wurden. Danach wurde mit Hochdruck eine Gips-Schicht auf die Konstruktion gespritzt.

Papiertüten als beleuchtete Wegweiser

Zur Herstellung der Papier-Taschen habe ich aus Fotopapier, welches die nötige Stabilität und Breite besass, eine überdimensionale Papiertasche gefaltet und zusammengeklebt. Dann wurde die Papiertasche in die richtige Position gebracht und an der Decke fixiert. Als nächstes wurde die Papiertasche auf der Aussenseite von unten nach oben mit in Polyester getränkten Glasfaser-Streifen Überzügen. Die fertig mit Polyester überzogene Papiertasche wurde an den Kanten aufgeschnitten, wodurch vier Negativ-Formen entstanden. Auf diese vier Negativ-Formen wurde nun aus Fotopapier eine neue Papiertasche in vier Teilen gefaltet und aufgelegt, damit sie mit Polyester und Glasfaser laminiert werden konnten. Die vier Teile wurden danach auf der Innenseite zusammengeklebt und die Kanten von aussen sauber geschnitten. Die fertige Papiertasche wurde nun mit Polyester übermalt und mit zwei Henkeln versehen. Der letzte Schritt war das einbauen des Lichtkörpers und das bekleben mit Folie.

Objekte für Ausstellungen und Messen

Für die verschiedensten Ausstellungen, Veranstaltungen und Events habe ich unzählige Objekte erstellt, wie zum Beispiel optische, akustische und andere spielbare Objekte aus Glas für die Ausstellung Phänomenales Glas in der Glasi Hergiswil oder überdimensionale Produkte für Markteinführungen von neuen Marken-Artikeln oder Decor für Werbefotos oder Kulissen für Modeshows oder Bühnenbilder für Theater und vieles mehr.

Ich bin jetzt schon auf dein 3. Buch gespannt, das du bitte unbedingt schreiben solltest. Du schaffst dir damit selbst ein Denkmal. Ich kenne aktuell nichts Besseres auf dem Markt und wenn daraus am Ende die weltweit erste Shibari-Enzyklopädie wird — umso besser!

Georg aus Deutschland, 2019, Messebesucher